Gortyna - Kretas römische Hauptstadt

 

Gortyna, die Hauptstadt von Kreta während der römischen Zeit, liegt etwa westlich von Agíi Déka. Die Stadt wurde nur zu kleinen Teilen ausgegraben, aber schon an diesen archäologischen Resten erkennt man die Bedeutung, die die Stadt damals hatte. Die Ausgrabungen sind umzäunt. Außerhalb des umzäunten Areals liegt ein kleines Museeum mit römischen Gewandstatuen und einer lebensgroßen Statue von Kaiser Hadrian.

 

Nicht nur in der minoischen Zeit (Konssos) hat Kreta eine bedeutende Rolle gespielt, sondern besonders in der römischen Zeit. Denn während der minoischen Zeit stand Gortyna immer im Schatten von Festós. Nachdem die Stadt Gortyna jedoch Festós und den Hafen Mátala eroberte wurde Gortyna zur wichtigsten Stadt auf Kreta. Nachdem Kreta dann von den Römern erobert wurde, wurde Gortyna zur Hauptstadt von Kreta gemacht. Die Bedeutung der Stadt hielt bis 824 n. Chr. an, dann fielen jedoch die Araber in die Stadt ein. Die Bewohner, die dies überlebten siedelten sich weiter östlich an, im heutigen Agíi Déka. Die Stadt war seit diesem Zeitpunkt nicht mehr bewohnt.

 

Die Stadt wurde 1880 entdeckt und teilweise von dem Archäologen Fabricius ausgegraben. Die Ausgrabungen finden bis heute immer wieder statt jedoch wurde bis heute noch nicht veröffentlich wie die Stadt damals womöglich ausgesehen hat. Es ist nicht bekannt wie groß die Stadt in etwa war noch welche Gebäude bis heute ausgegraben wurden.

 

300m vor dem Eingang zu den Ruinen liegt ein Fußpfad zu anderen Ausgrabungen. Diese Ruinen liegen zwischen Olivenbäumen und sind wenig besucht. Die wichtigsten Fundstellen sind umzäunt, damit die Ausgrabungen geschützt werden. Man sollte diese Zäune nicht überschreiten um die Denkmäler zu schützen. Die Ausgrabungen sind in einem schlechten Zustand und aus diesem Grund braucht man eine gute Vorstellungskraft wenn man sich vorstellen möchte wie Gortyna damals aussah. Auch wenn noch nicht viel über diese Ruinen bekannt ist, ist bei einem Kreta Urlaub ein Besuch dieser Ruinen wert.

 
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